Im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach für das
Projekt Stadt:gestalten im Rahmen der Regionale 2010
wird Stefan Kuntz „Sagen und Legenden aus dem Bergischen Land“
erzählen.
Aus seinem eigenen Erleben wird Stefan Kuntz erzählen, wie die Gegend rund um den Bahnhof Mitte der 50er Jahre aussah, als Maschinenfabrik Berger, Hager + Weidmann, Köttgen, Dachpappenfabrik, Cox und die Fleischwarenfabrik Abels noch für mächtig Dampf sorgten und der fünfte Standort für einen Gladbacher Busbahnhof in seinem Leben noch in weiter Ferne war.
Stefan Kuntz wird berichten, wie der Lügenschuster Meister Tobias von Hebborn einem Schäferhund das Lesen beibrachte, von der Hungersnot 1817 und wie Tobias trotzdem Kartoffeln an die Armen verteilte und dann den Bensberger Gastwirt Euler dazu anstiftete, für den allerdings unverkäuflichen Gladbacher Marktplatz dennoch ein Kaufangebot abzugeben, oder wie er für einen Spielpfennig einem Bauern ein schönes Schaf abluchste.
Mit einem Augenzwinkern wird Stefan Kuntz von Mäusen
in Voiswinkel, Äpfeln in Olpe und Hasen in Paffrath – allesamt
verhext - berichten, von Zwergenwohnungen unter einem Pferdestall in
Schlebusch und in den Höhlen des Steinbruches hinter den Kalköfen
Cox, vom Zwergenschuster in Immekeppel, vom gewitzten Tagelöhner
Hick aus Lieberhausen, von der Schlangenkönigin in Herrenstrunden
erzählen, aber auch von der ersten Eisenbahn in Bergisch Gladbach,
dem „Jläbbicher Jrietchen“, und wie die „Buure“
damit umgingen und warum Bergisch Gladbach Mitte des 19. Jahrhunderts
den Spottnamen „Schäbbisch Gläbbisch“ weghatte.