Gute Geschichten gut erzählt zu präsentieren,
ist das Ziel dieses zweiten Festivals.
Den Zuhörern wird im Rahmen von kultureller Partizipation Gelegenheit gegeben und Lust gemacht zum eigenen Erzählen.

na ja, und vielleicht kommt ja nach keinem Winter der Frühling auf die Wiesen des Bergischen Landes und mit den Erzählern auch etwas in die Frühling in die Köpfe, kann ja nie schaden.

Die eingeladenen Erzählerinnen sind in der Regel professionelle, hauptberuflich tätige Künstler. Sie erzählen frei ihre eigenen Texte oder von ihnen selbst bearbeitete Geschichten. Dabei wird auch je nach Reaktionen des Publikums improvisiert. Es handelt sich nicht um Lesungen, auch nicht in erster Linie um Märchen für Kinder.
Erzähler sind ganz nah dran am Publikum und sie sind sie selbst, sie spielen keine Rolle. Erzählerinnen wirken durch ihre Persönlichkeit.
Es handelt sich um eine besondere Form der Literaturvermittlung, eben die der oralen Literatur. Ein wichtiger Schwerpunkt in der Publikumsstruktur werden Angebote für Kinder in Jugendzentren, soziokulturellen Zentren, Schulen und Büchereien sein.
Dieses Festival verlässt die ausgetretenen, aber so heimeligen und tümelnden Märchenpfade. Es experimentiert immer neu mit neuen Formen der Erzählkunst, verschreckt aber andererseits nicht die Liga der Märchenfreundinnen, indem es besonders gute Vertreter dieser Richtung ebenfalls und exemplarisch, aber anders präsentiert. Es verzichtet auf falsches Pathos und will eher durch authentischen Kontakt und Qualität beeindrucken.

Basis dieses besonderen Festivals ist die 26-jährige Tätigkeit des Initiators Stefan Kuntz als Erzähler, auch auf Festivals in Graz, Tasmanien, Wimborne Minster, Aachen, Kairo, Köln, Nürnberg und Berlin und seine Erfahrung als Festivalleiter seit 1997.

Dieses Erzählfestival ist für die Rheinisch-Bergische Region eine Gelegenheit, kulturelle Identität zu gewinnen, Heimat erneut zu definieren und ihre weltoffene Gastlichkeit wieder einmal und anders zu zeigen. Dieses Erzählfestival ist in besonderem Maße geeignet, gegenüber der benachbarten Großstadt nachhaltig ein eigenes, kulturelles Profil zu entwickeln, über Kultur ein Alleinstellungsmerkmal mit aufzubauen. Erzähler machen die eigene Stadt im Bergischen lebens- und liebenswert. Wo erzählt wird, da wird ein Fest gefeiert.


Zwei der wichtigsten Änderungen sind vielleicht ein „Langer Abend der Erzählerinnen“ im Freilichtmuseum Lindlar und ein Workshop für Erzähler-Élèven im Q 1 mit einem angeschlossenen Forum für Erzähler-Anfängerinnen zum Ausprobieren vor Publikum Im Gemeindesaal der Gnadenkirche. Die Verbesserung der kulturellen Teilhabe, der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich der oralen Literatur und ihrer Vermittlung ist dabei erklärtes Ziel. Im Vordergrund stehen dabei Erzähltechniken für das Erzählen eigener Erlebnisse, aber auch die literarische Bearbeitung eigener Anekdoten im Sinne oraler Literatur. Dabei sind diese partizipatorischen Angebote naturgemäß prozessorientiert.
Es geht dabei nicht um das larmoyante Vermissen apostrophierter intakter Kommunikationskultur, sondern um das Verbessern der Bedingungen heutiger Kommunikation in dem Bedingungsgeflecht Zuhören und Erzählen.

Neue Veranstaltungsorte sind hinzukommen, außer in Bergisch Gladbach auch in weiteren Städten und Gemeinden des Bergischen Landes, Rösrath, Schloß Eulenbroich, Lindlar, Freilichtmuseum, Odenthal, Bürgerhaus Overath, Bürgerhaus, Kürten K 44 und Gemeinde Delling, ja sogar in Lohmar-Donrath, im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis.
Damit wird eine Vernetzung angestrebt, die eine nachhaltige Förderung der Erzählkunst über das Festivalevent hinaus ermöglicht.
Das Festival ist für drei weitere Wiederholungen, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten, in 2009, 2011 und 2013 geplant.


Veranstalter ist wieder der gemeinnützige Verein zur Förderung des Kindertheaters.
Konzeption und Organisation liegen bei Stefan Kuntz.

Stand: 18.1.2007

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