"bever-live"quint
am Samstag, dem 7.11.2009 an der Bever-Talsperre Hückeswagen
eine Veranstaltung des wasserquintetts
Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald, Wipperfürth, Wupperverband, Oberbergischer Kreis
im Rahmen der Regionale 2010

 

 

 

 

Feuer, Wasser, Bever

Fotos und Presseecho der Veranstaltung

stegNebel, es regnet, aber das sind die Bergischen gewohnt, davon läßt man sich nicht abschrecken, schließlich gibt es was zu feiern:

Die Zuschauer stehen ab 16:30 h am Ufer der Bevertalsperre in einem Zelt, schauen neugierig aufs Wasser,boote Richtung Südosten, hier soll was passieren, was hier noch nicht passiert ist. Na ja, es gibt schon mal einen heißen Punsch. Gut.

Bever-Fotos: Stefan Kuntz

 

 

Im Nebel sieht man nicht viel. Doch, gegen 16:55 h wabern illuminierte Nebelgeister über den Damm, (Choreographie. Kristin Schmitz) geben schaurige Laute von sich. Weit dahinter blitzt ein Feuerrad auf, das sich immer schneller dreht und mit dem Zug der Geister näher kommt. (Pyrotechnische Inszenierung: Uwe Gryzbeck, Gevelsberg)

Plötzlich tönt ganz nah von links (von Nordwesten) ein Nebelhorn, das man bisher nicht gesehen hat. Nein, wir sind nicht im Hamburger Hafen. Aus dem monotonen Laut entwickelt sich ein Rhythmus, eine Melodie. Ein zweites Alphorn stimmt ein. Sind wir auf der Alm? Und langsam werden sie sichtbar, alpdie Alphornisten (Roland Pütz, Overath, Ralf von Tegelen, Dabringhausen) stehen auf Stegen.

Da hört man vom See her (auf einem Boot) eine Geschichte, die Geschichte von "Madame Poseidon", die das Landleben und offensichtlich auch ihren Mann, den Mitinhaber des Fischgeschäftes Poseidon, satt hat und auf einem Handelsschiff als Bordkapelle anheuert. Sie betätigt die Schiffssirene. Aber ihr Kummer wird erst weggespült, als Poseidon sie in seine Arme schließt. Und dann sieht man auch - auf dem Wasser stehend - den Geschichtenerzähler: Stefan Kuntz

Ein Licht blitzt auf am anderen Ufer und erlöscht im Wasser.

Wir hören eine weitere Geschichte von einem Ungeheuer aus der Neye-Talsperre, das eine Dame aus bei Innsbruck, die gerade Sushi im Kölner Hauptbahnhof ißt, verschlingt. Glücklicherweise kann sie aus der viel zu realen Bedrohung durch einen Doppelklick mit ihrem multifunctional device den schalen Abklatsch des Möglichen machen.

 

 

Plötzlich wird das Schwarz des Wassers durchbrochen: ein Taucher nach dem anderen schwimmt mit einer brennenden Fackel zum Ufer, die Alphörner fallen übereinander her, die Erzählerin erinnert an die kuriose Entstehung der Talsperre, bei der eine Cognac-Falsche ein wichtig Rolle spielte. Am gegenüberliegenden Ufer spiegeln sich die sprühenden Sonnen im Wasser.

In pechschwarzer Nacht hört frau von Versunkenem reden (Micaela Sauber, Hamburg): Sie waren vergnügt und sie waren reich, sehr reich. Sie trugen glänzende Kleider und glitzernden Schmuck. Und die schönste und reichste von ihnen war die Frau mit dem silbernen Schlüssel. Und sie tanzte jede Nacht mit einem anderen. Der musste schön sein und jung. Am Morgen hatte er den Kopf verloren und man warf ihn in einen Abgrund.

Hoch oben im Nebel stehen minutenlang rote Lichter.

Eine Klarinette schreitet klagend am Ufer entlang (Mozart: Concerto for clarinet and orchestra in A (K.622), 2. Adagio), Carola Jeschke Köln, Weihrauch dringt in unsere Nasen, da kippt die Melodie in dur ("Lord of the dance"), Die Erzähler singen mit, die Akkordeonisten Harmonika-Band Radevormwald e.V. stimmen mit ein und führen gegen 18 h die Zuschauerschar an die Fleischtöpfe, bergisch pures Gulasch, Glühwein, wir werden wieder warm.

 

 

Stefan Kuntz
künstlerischer Leiter
stefan.kuntz@geschichten-erzaehlen.de
Mutzer Str. 43, 51467 Bergisch Gladbach
Telefon 02202 -708870, - Fax -708787

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zuletzt aktualisiert 11.11.2009